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Wöchentlich messen Ja oder Nein??

mmmmav , October 13 2019
mmmmav

Am Freitag, 11.10.2019, fand in Wien der INR-Patiententag 2019 statt und dort kam wieder die Meldung "Man soll wöchentlich messen und nicht ab & zu!".

Ich bin anderer Ansicht!
Zum einen ist das wöchentliche Messen für Patienten mit Herzprobleme und Schlaganfall nützlich, aber für Patienten die den Status "Hochrisiko-Patient" haben trifft die wöchentliche Messung nur teilweise zu.

Ich bin ein Hochrisiko-Patient, wegen der erhöhten Thrombosen- und Lungenemboliegefahr, messe im Durchschnitt etwa alle 2 - 5 Wochen meinen INR.
Der eine Grund ist, dass ich es schaffe kann den Jahresvorrat an Teststreifen in 5,5 Monate aufbrauche, von 11,5 Monate!!!
Ich messe nach Gefühl, wie momentan meine Gesundheit steht:
- fühle ich mich schlecht (Begleiterscheinung mit Atemprobleme)
- Gefühl von schwere Beinen, allein beim aufstehen mit Schmerzen
- Kontroll-Messungen nach hohen oder niedrigeren INR-Wert

Der andere Grund ist, dass ich keinen Bock habe für
- neue Verordnung an die Krankenkasse zu bringen und streiten muss warum ich keine zweiten Jahresvorrat bekomme
- zur Apotheke gehen und die Streifen bestellen (Kosten zwischen € 180 bis 240,00)
- beim Service von Roche anzurufen und dort die Teststreifen bestelle (Kosten € 170,00)
- bei Ebay den passenden Preis suchen (Kosten zwischen € 90 und 190,00 - Arbeitskollege bestellt günstig über Ebay, wobei die Teststreifen knappe 2 Jahre halten, vom Verwendungszweck).

Also, die Entscheidung liegt beim Patienten und nicht beim Arzt.

Wer es probieren will, sollte erst klein Anfangen --> ideal für Patienten die länger als 2 Jahre messen.

f
forumadmin

Lieber mmmmav, sehr geehrte Leser!

Dieses Forum soll aber sowohl für Diskussionen als auch für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen.
Wir vom Vorstand der INR-Austria können die oben genannten Empfehlung nicht teilen und selbstverständlich auch nicht befürworten.
Wir empfehlen Ihnen sich einen Arzt Ihres Vertrauens anzuvertrauen und eine medizinisch einwandfrei Lösung zu suchen.
Für Experimente ist Ihre Gesundheit zu wertvoll!

mmmmav

Sehr geehrter Forumadmin!

Das Problem mit „Arzt Ihren vertrauens“ ist schön gesagt, aber die Krankenkasse „KFA“ verweigert die zweiten Jahresbedarf an Teststreifen.
Ausgenommen wird es nur wenn ich auf die DOACs umsteige, nur dann hab ich das Recht bis zu 4 Jahresbedarf an Teststreifen zu bekommen!

Mein Hausarzt weiß von meiner Messmethode und findet es auch nicht sehr gut, aber er kennt auch das Problem mit der Krankenkasse und das bis jetzt keine grobe INR Fehlern passiert sind.
OP Vorbereitung und starke schwankungen beim INR lässt sich leichter messen wenn ich bei den Streifen spare!

Im Beitrag habe ich hauptsächlich von mir geschrieben, wenn jetzt ein Patient es probieren möchte, dann muss er auch selber entscheiden wie er es macht.
Für Herzpatienten und Schlaganfallpatienten wäre diese Möglichkeit keine gute Idee und würde es auch nicht mal raten es zu tun!
Weil hier könnten möglicherweise größere Probleme entstehen.

Selbsthilfegruppe von Gerinnungspatienten